Friday
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KARTEN: Koka 36
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22.03.
20:00H | 20:45H
Muttis Booking Büro präsentiert:

TALCO

+ BERLINSKI BEAT,
DISTEMPER

TALCO(I)

Talco are a strongly anti-fascist and anti-racist combat ska-punk group that believes in the independence of music and in the message that it must send against all discrimination.

Wenn man an Venedig denkt, haben die meisten gleich ein Bild von den Kanälen, den wunderschönen alten Häusern, Gondeln oder der Bucht im Kopf. Kaum jemand kennt oder denkt aber die klassischen Arbeitersiedlungen und Industriegebiete auf dem Festland, die nicht viel mit dem schönen Stadtzentrum gemeinsam haben. Einer dieser Bezirke ist Maghera, der in Italien auch für die größten Arbeiteraufstände in der jüngeren Geschichte bekannt ist. Dies ist die Heimat von TALCO....

Diese Mentalität zeigen sie auch deutlich in der Band, zum einen durch die sozialkritischen und politischen Texte und zum anderen durch ihre Arbeitsmoral. Ein Teil der Band hat unter der Woche noch reguläre Jobs und Freitagmittag wird dann meistens der Van oder Flieger bestiegen um irgendwo zu spielen. Urlaub bedeutet für sie eh schon seit längerem Touren! TALCO haben gezeigt, das man mit harter Arbeit und Qualität, auch ohne großes Label im Rücken oder Video/ Radio Airplay es schaffen kann z.B. das SO36 in Berlin oder das Underground in Köln im VVK auszuverkaufen und das Knust in Hamburg gleich 2 Tage am Stück zu füllen.

Ursprünglich 2001 als Ska Band gegründet, haben sie mit der Zeit ihren eigenen Sound gefunden, indem sie die durch Mano Negra bekannten Patchanka Rhythmen mit Punk und Ska gemixt haben und auch immer wieder durch Balkan Beats oder auch Kletzmer erweiterten. Dabei bleiben sie aber immer ihren italienischen Wurzeln treu und gerade die Art ihre Texte zu schreiben, ist stark von italienischen Singern/ Songwritern inspiriert. Die ersten Jahre sind typisch für viele Bands. Ein paar Freunde fangen in einem Keller zusammen an zu spielen, die ersten Konzerte, die ersten Mitgliederwechsel und irgendwann die erste Platte. „Tutti Assoliti“ erschien im Oktober 2004 auf Kob Records / Mad Butcher, gefolgt von “Combat Circus” in 2007. Schritt für Schritt spielten sie mehr und größere Konzerte, schlossen mehr Kontakte und entwickelten sich als Personen und als Musiker und das Ergebnis war „Mazel Tov“ die 2008 erschien.

Diese Platte war so etwas wie ein Wendepunkt, denn kurz vor den Aufnahmen stiegen mit Terra (Trompete) und Keko (Bass) zwei langjährige Mitglieder aus, was beinahe das Ende der Band bedeutet hätte. Mit Rizia und Ketto wurde aber schnell Ersatz gefunden und die Band präsentierte sich stärker als je zuvor. Die Platte verkaufte sich in kurzer Zeit besser als beide Vorgänger zusammen und die Shows wurden merklich größer, ob in Deutschland, Italien, Spanien oder Kroatien. Die Band wurde langsam aber sicher Gast bei zahlreichen Festivals und zu den Highlights in 2008 & 2009 zählen sicherlich das die Band das erste Mal Clubs wie das das SO36 in Berlin oder das Indra in Hamburg ausverkaufte oder das Stemwede Open Air vor 7000 Leuten rockten. Aber was man da noch nicht wusste, dass war erst der Anfang...

Nach drei Platten trennten sie sich Ende 2009 von Kob Records / Mad Butcher und unterschreiben bei dem Kreuzberger Label Destiny Records, dass auch in der selben Straße residiert wie Muttis Booking und ihr Management und somit waren alle Fäden in Kreuzberger Hand. Zeitgleich kam die Anfrage von „Fanräume e.V.“ für eine Benefiz Single mit dem Track „St Pauli“. Der Song der nach dem Besuch eines Spiels des Kultvereins entstand, war ein Hidden Track auf der „Mazel Tov“ Platte, nicht mal im Booklet aufgeführt – hatte aber trotzdem angefangen seine Kreise zu ziehen. Nach der Veröffentlichung der Benefizsingle, wurde der Song zahlreiche Mal im Stadion gespielt, die Band durfte vor 18.000 Leuten beim 100 Jahre St. Pauli Festival im Millerntorstadion rocken und auf YouTube haben die verschiedenen Versionen (ohne richtiges Video!!!) mittlerweile über eine halbe Millionen Abrufe. Nicht schlecht für einen Bonus Song / Hidden Track....

Im August 2010 erschien dann die vierte Platte „La Cretina Commedia“, die man zumindest textlich als ein Konzeptalbum bezeichnen kann. Sie handelt über das Leben von Giovanni Impastato, der als Sohn eines Mafioso zur Welt kam und später sein Leben im Kampf der Mafia stellte und von dieser 1977 ermordet wurde. Die Band erhielt reihenweise gute Kritiken und baute mit dieser Platte auch ihren Ruf als großartige Liveband weiter aus und verkauften auf den folgenden Touren auch reihenweise Clubs aus, ob nun in Zagreb, Madrid, Köln, Hamburg oder Berlin. Im Sommer 2011 stehen erst einmal ca. 20 Festivals europaweit auf dem Programm, ob nun Ukraine, Polen, Belgien, Holland, Spanien, Italien oder eben vor allem auch Deutschland, bevor dann Ende des Jahres wieder die Clubs geentert werden.