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Freitag
22.05.09
22.05.
Einlass
20:00
Start
21:00
Konzert

GOSSIP

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GOSSIP

Beth Ditto ist lesbisch, der new BFF von Karl Lagerfeld, Fashion-Ikone in Übergröße und Kate Moss zieht mit ihr durch die Londoner Clubs. Wenn das mal nicht Gossip vom Feinsten ist - im wahrsten Sinne des Wortes. Und auch wenn Ditto mit ihrer Band auftritt, sorgt sie gleichermaßen für Klatsch und schwärmerische Reviews: Schwitzig und wild wird es jedes Mal, wenn Gossip auf die Bühne treten. Beth Ditto bespielt mit vollem Stimm- und Körpereinsatz die komplette Bühne, während die toughe Tomboy-Schönheit Hannah Blilie auf die Felle drischt und Künstler und Gitarrist Brace Paine allein für die Saitensounds sorgt. Bei all dem Hype, der um den Hit „Standing In The Way Of Control", die Gossip-Live-Shows und vor allem auch um die Person Beth Ditto gemacht wurde, geriet leider bei einigen in Vergessenheit, dass Gossip mitnichten zur bloßen Hörer- und Publikumsbespaßung antreten, sondern eine Band sind, die noch etwas zu sagen hat – und die gerade in Gender-, Politik-, und Frauenrechtsthemen gerne mal den Mund aufmacht. Kurzum, Gossip waren, sind und bleiben der heißeste Scheiß und deswegen kommen sie im Mai ins Astra!

CORTNEY TIDWELL

Wir freuen uns mächtig, dass gerade so viele irrsinnig junge Mädchen von den Medien über den grünen Klee gelobt werden. Es sind auch wirklich ein paar Ausnahmetalente dabei. Leider fällt auf, dass das mediale Getöse um so lauter ist, je jünger die Künstlerinnen sind. Manchmal hat man da schon das Gefühl, dass es mehr um den Sensationsaspekt (“…oh die sind ja alle erst 15” - wahlweise auch 16, oder 17 oder 18), als um die Klasse der Musik geht… Mädchen. Girls. Heute soll es aber um Jungs gehen. Um Boys. Und um eine Frau.
“It seems there's a shortage of girls in my life. It began when I was a child: I was obsessed with music, and rock and roll’s bombarded with boys, but girls weren’t fussed over it so much. So I positioned myself with the boys. They played instruments and talked about rock and roll, and all I wanted to talk about was music. It’s still the same today, boys everywhere I look. I even gave birth to two of them.” Cortney Tidwell
Ladies & Gentlemen, wir präsentieren Ihnen eine gestandene Frau um die Dreißig, die bereits zwei Söhne in die Welt gesetzt hat, für die die Zwänge des wahren Lebens (und was ist Kindererziehung sonst?) geradezu Herausforderung und Inspiration sind, in ihrer Kunst noch freier und weiter zu denken und zu gehen. Einen Tusch bitte, hier kommt CORTNEY TIDWELL und ihr zweites Album, BOYS, das in seiner musikalischen Weitwinkeligkeit seinesgleichen sucht. Es bringt majestätisch orchestrierte Film Noir Noblesse, krautrockige Sternstunden in Pop, brilliant konstruierte Interpretationen von Posttriphop und ein traumartiges Duett aus der klassischen Joni Mitchell trifft auf David Crosby Schule (Being Crosby) unter einen Hut. Und das waren jetzt nur die ersten vier Songs! Im weiteren Verlauf geht dieses Kunstwerk von einer Platte noch viel gewagtere musikalische Wege! Das verbindende Element ist und bleibt dabei immer die markante und nicht von dieser Welt scheinende Stimme TIDWELLS. Und wahrscheinlich das Leben. Manchmal hilft es doch enorm, schon ein wenig mehr als ein paar behütete Teenagerjahre hinter sich zu haben.
Im Jahr 2006 kam CORTNEY TIDWELL’s Debüt Album DON’T LET STARS KEEP US TANGLED UP urplötzlich aus dem Nichts und wurde zu einem heiß geliebten Kult Objekt. Touren mit Andrew Bird, Martha Wainwright, den Silver Jews und Grizzly Bear, ein herrlicher Remix von Ewan Pearson (immerhin #34 (yay!) in Pitchfork’s Tracks of 2007) und ein Duett mit Kurt Wagner von Lambchop taten ihr übriges. Die Fangemeinde war zwar klein, aber fanatisch. Jetzt kehrt sie zurück mit BOYS, dem lang erwarteten zweiten Album, dem ersten mit uns hier bei City Slang und es ist wahrlich ein Album geworden, das das Zeug hat, ein zeitloser Klassiker zu werden. Und ist genau das nicht das größte Kompliment, das es für eine Schallplatte geben kann?
Frau TIDWELL stammt aus Nashville und hat tatsächlich einen vollständigen Country Music Background. Ihre Mutter, Connie Eaton, hatte eine dieser Karrieren, die ganz zu Anfang blitzartig aufloderte, jedoch langfristig all die großen falschen Versprechen nie einzulösen vermochte, bevor sie dann in viel zu jungen Jahren an Krebs verstarb. Ihr Vater arbeitet Zeit seines Lebens in der Industrie der Nashviller “Music Row”. Ihr Mann, Todd Tidwell ist ein vielgebuchter Produzent in den Studios der Stadt. In diesem Umfeld aufzuwachsen ist sicherlich eine Sache. Der Trennung der Eltern durch die Flucht unter Kopfhörer zu entrinnen eine andere. Die junge Cortney musste mit ansehen, wie der kurze Erfolg ihrer Mutter mannigfaltige psychologische Probleme bereitete und schwor sich, niemals in deren Fußstapfen zu treten. Punkrock schien ein Ausweg und eine echte Alternative. Eine kurzlebige Band, ein Job als Bandbookerin für eine lokale Pizzeria. Es endete alles wenig glorreich in einer wilden Nacht mit Polizeieinsatz und Anti-Riot-Squad. Und dem Weg zurück unter den Kopfhörer und in die Welt der Musik, die es da draußen, jenseits von Nashville, sonst noch so zu entdecken gab…
BOYS ist insofern das Produkt oder eine Zwischenstation auf diesem Weg. Es schuldet Depeche Mode und Joy Division sicher ebensoviel wie Loretta Lynn und Johnny Cash. Es pflanzt die Grand Ole Opry nach London. Es ist eine unwahrscheinliche Mischung wie es in scheinbarer Leichtigkeit von Genre zu Genre hüpft und sich dabei um Grenzen oder Konventionen keinerlei Gedanken macht. Die Musiker, die CORTNEY TIDWELL um sich geschart hat, haben diesen Effekt nur noch verstärkt. Ryan Norris, Scott Martin und William Tyler sind die Mittzwanziger, auf die sich auch Kurt Wagner seit einigen Jahren verlässt, um seinem Lambchop Ensemble frische Zellen in die Blutbahn zu flößen. Daneben spielen sie in unzähligen grundverschiedenen musikalischen Outfits, so dass auch hier nur von der gelebten Genresprengung die Rede sein kann. Diese Jungs, sowie Göttergatte Todd Tidwell, der gestandene Produzent, und darüber hinaus eine Armada an talentierten jungen Nashviller Musikern folgten CORTNEY TIDWELL zwei Jahre lang im Studio auf ihrem weit verschlungenen Weg, um mit ihr die gemeinsamen turmhohen Ambitionen klanglich umzusetzen.
Nochmal zurück zu Being Crosby, dem berückenden Duett mit Jim James von My Morning Jacket - was hat es musikalisch gemeinsam mit dieser atemberaubend neurotischen bleiernen Implosion namens 17 Horses kurz vor Ende des Albums? Nicht viel, außer einer großen, magischen Stimme und der gleichen, ambitionierten kreativen Handschrift.
BOYS ist ein großartiges Kunstwerk voller Tiefe und Schwere geworden. Es verzweifelt nicht an der Last des Lebens, doch selbst in den Momenten größter, scheinbarer Unbeschwertheit (Watusii) bleibt eine mysteriöse innere Spannung. Ein Album, dessen größte Herausforderung, eben diese scheinbar mangelhafte Inkohärenz, sich bei genauerem Hinhören in seine größte Stärke wandelt: Niemals auf der Stelle treten, immer weiter hinaus… War auf dem White Album der Beatles alles aus einem Guss? Mitnichten. Leider werden solche Alben heute fast gar nicht mehr gemacht. Hier ist eins.

FILTHY DUKES

Name any legendary party that’s happened in the past three years, and the chances are DJ-promoter-musicians Filthy Dukes have had a hand in it.
From stages at Glastonbury and Bestival, a Fabric residency in London, an NME tour with The Rakes and forays into the European clubbing scene, Tim and Olly have been there. Mashing up any genre with a party heartbeat, their DJ sets have seen hell-bent club kids rinsing their last reserves of serotonin onto sticky floors everywhere.
As DJ’s they have supported Mylo, Hot Chip and LCD Soundsystem and spun regularly for Dazed & Confused. As promoters, they’ve hosted free warehouse raves, boat parties on the Thames and co-promoted renowned London new music orgy Adventures In The Beetroot Field. They’ve killed pretty much every summer festival. In short, they’ve been everywhere.
Their busy hands were also behind some of the best remixes of last year. From The Maccabees’ ‘X-Ray’ to The Rakes’ ’22 Grand Job’, their niftiness with a laptop has seen clubland blessed with some huge tracks. And their Kill Em All night has been the rock-rave backbone of London, filling Fabric to capacity each month with DJs and shit-hot new bands. Bloc Party, Justice, Shy Child: all of these and more got their first exposure at Kill Em All.
And now they add yet another string to this overcrowded bow, and present Filthy Dukes the band. Olly and Tim have joined up permanently with their long-term producer Mark, and have been quietly working away at their own tunes in any spare minutes they can find over the past year. The result is the brilliant “Nonsense In The Dark”, their debut album of 100% original material.
“It’s a natural progression” Olly admits, “we’ve been Djing for a few years, we got asked to do some remixes, and off the back of the Maccabees remix we were asked what we were up to, if we were making music. That spurred us into it. We started trying to write our own stuff, and the next step was to do it live.” This summer Filthy Dukes played Time Out’s Tips for 2009 gig and rocked it at Field Day and Bestival, where NME reported “the real reason to hang around on Sunday night was Filthy Dukes’ full live band rave-rock crossover.”
At the end of 2007 Filthy Dukes pressed up 500, now highly coveted, vinyl copies of the infectious ‘This Rhythm’, a track that draws together echoes of disparate electro-pop from New Order to SMD and features Samuel Dust of Late of The Pier on vocals. The collaboration was an obvious choice, as LOTP are a favourite from the Kill Em All days, and Dust has previously sated his appetite for extra work via his LA Priest spin-off project.
Encapsulating their wide-ranging love of music, Filthy Dukes’ own work bears the faint echo of their collective influences (The Chemical Brothers, Daft Punk, Kraftwerk) alongside nods to many of the artists to have passed through their club night. “We want to make poppy songs, not just gnarly dance songs,” Olly declares, “it’s pop music - kind of cool pop music - but pop music nonetheless”.
While their versions of The Maccabees’ and The Rakes’ tracks have become indie disco staples in their own right, and they’ve even managed top ten chart success in someone else’s name (their reworking of Trabant’s ‘Maria’ charted in Iceland), this new incarnation of Filthy Dukes will see them step out of the remix shadow and become fully-fledged household names. Get ready, because once they are, you won’t want to miss it.
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