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02.03.19
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Doors
19:00
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20:00
Concert

OOMPH!

"European Tour 2019"
+ Special Guest: NERVENBEISSER
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Oomph!

Oomph! [umf] slang = energisch, Sex-Appeal, Schwung, Pep, erregend

Eine Idee stand am Anfang: Warum nicht völlig verschiedene Einflüsse fusionieren? Dieser Idee folgen OOMPH! bis heute, mit dem Unterschied, dass die Zahl ihrer Einflüsse parallel zu ihren kreativen Fähigkeiten stetig gewachsen ist. Dero, Flux und Crap stehen für Aufbruch und Kontinuität. In über zwei Jahrzehnten hat das Trio seine Musik immer wieder erneuert, erweitert und vertieft. Der ständige Innovationsprozess hatte zur Folge, dass inzwischen Anhänger völlig verschiedener Lager Fans der Wahl-Braunschweiger sind.

Die OOMPH!-Story reicht zurück ins Schicksalsjahr 1989 und begann in ihrer Heimatstadt Wolfsburg. Aus Einflüssen von EBM, Rock und New Wave schufen die drei Einsteiger einen neuen Sound. Brennpunkte der damaligen Elektro-Szene waren Berlin und Frankfurt. "Damals machten wir so Hauruck-Aktionen, dass wir Freitagabend ins Auto stiegen, um ins Berliner "Linientreu" oder Frankfurter "Dorian Gray" zu fahren. Dort haben wir die Nacht durchgemacht. Morgens wurde gefrühstückt und völlig übermüdet wieder zurück gefahren", berichtet Crap amüsiert. "Im "Linientreu" ist auch unsere erste Single "Ich bin du" zum ersten Mal aufgelegt worden - und die Leute tanzten", kann sich Flux entsinnen, "damals hatten wir dem DJ den Titel noch auf Kassette überreicht."

Die stilistische Offenheit spiegelt sich schon im Namen wieder. "Damals nannten Bands sich gerne wie Computer. Du hast einen Namen gesehen und wusstest, die Kapelle macht EBM", sagt Crap. "Darauf hatten wir keinen Bock, deswegen haben wir OOMPH! gewählt. Wir wollten nicht zu einer Szene gehören!" Die obligatorische Frage, was denn Oomph bedeute, antwortet Sänger Dero so unzweideutig wie schlagfertig: "Marilyn Monroe hatte OOMPH!" "Man kann uns nicht festlegen", fährt Dero fort, "wir haben Crossover gemacht, als es diesen Begriff noch gar nicht gab. Schon früh haben sowohl Metal- als auch Elektro-Magazine über uns geschrieben. Unsere zweite Single "Der neue Gott" ging in die amerikanischen College Radio Charts." Flux nennt ein paar Namen: "In jungen Jahren haben wir AC/DC gehört, aber auch Kraftwerk, DAF, Depeche Mode und The Cure." Für Crap waren es Bands wie "Laibach, Krupps, Nitzer Ebb und Front 242. Dazu hatten wir deutsche und englische Texte, das hat niemand außer uns gemacht."In der Anfangszeit wurden OOMPH!-Tonträger von einem Berliner Indie vertrieben. 1998 wechselte die Band zu einem Münchener Major, mit "Das weiße Licht" und "Fieber" (feat. Nina Hagen) gelangen erste Hits. Anfang 2004 wurde ein Traum wahr, die Single "Augen Auf!" erreichte Platz eins in Deutschland. Das zugehörige Album "Wahrheit oder Pflicht" kam auf Platz zwei der Media-Control-Charts und wurde mit Gold ausgezeichnet, besagte Single erhielt sogar Platin. Dazu bekamen die Niedersachsen auch noch die Eins Live Krone als "beste Band des Jahres" überreicht.

Auf Höhepunkte folgten Tiefschläge. So wurden OOMPH! von der TV-Übertragung des Echo 2006 ausgeschlossen und durften ihren Song "Gott ist ein Popstar" nicht präsentieren. Es war die Zeit der Mohammed-Karrikaturen, den Fernsehmachern mangelte es an Zivilcourage, sich für Meinungs- und Glaubensfreiheit einzusetzen. 2007 gewannen OOMPH! mit Sängerin Marta Jandová und der Single "Träumst Du" den Bundesvision Song Contest. Kurz darauf nahm die Band an der "Wok Weltmeisterschaft" in Innsbruck teil, wo sich Sänger Dero bei einem Unfall eine schwere Gehirnerschütterung zuzog. Ein Jahr später kam wieder eine gute Nachricht, ihr Album "Monster" stieg in die Top Ten ein. Das Folgealbum "Truth Or Dare" (2010) verfassten OOMPH! komplett in englischer Sprache. Im Zuge ihrer Karriere gastierten die Deutschen in aller Welt, das Trio gab Konzerte in Russland, den USA und nahezu allen Ländern Europas. Musiker zahlreicher Szenen und Regionen nennen OOMPH! als Vorbild, darunter etwa die Berliner Rammstein.

Mit "Des Wahnsinns fette Beute" machen die drei Marathonmänner nun das Dutzend voll, zwölf Alben in 23 Jahren, das schaffen nur wenige Bands. Für das aktuelle Opus wurden neue Spielregeln aufgestellt. "Lasst uns alles zulassen, so als hätten wir eine neue Band gegründet. Lasst uns selbstironisch augenzwinkernd ans Werk gehen. Bevor andere über uns lachen, machen wir das lieber selbst", formuliert Dero ihren Vorsatz.



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